Page 210 - Programmheft_2025-2026
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Europäischer Referenzrahmen für Sprachen

         Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen

         Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen befasst sich mit der Beurteilung von Fortschritten in
         den Lernerfolgen bezüglich einer Fremdsprache. Ziel ist, die verschiedenen europäischen Sprach-
         zertifikate untereinander vergleichbar zu machen und einen Maßstab für den Erwerb von Sprach-
         kenntnissen zu schaffen.

         Die Niveaustufen des GER
         A: Elementare Sprachverwendung
         B: Selbstständige Sprachverwendung
         C: Kompetente Sprachverwendung


         A1 – Anfänger
         Kann vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden, die auf
         die Befriedigung konkreter Bedürfnisse zielen. Kann sich und andere vorstellen und anderen Leuten
         Fragen zu ihrer Person stellen – z. B. wo sie wohnen, was für Leute sie kennen oder was für Dinge
         sie haben – und kann auf Fragen dieser Art Antwort geben. Kann sich auf einfache Art verständigen,
         wenn die Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartner langsam und deutlich sprechen und bereit
         sind zu helfen.
         A2 – Grundlegende Kenntnisse
         Kann Sätze und häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen, die mit Bereichen von ganz unmittelbarer
      www.vhs-stadt-siegen.de www.vhs-stadt-siegen.de www.vhs-stadt-siegen.de  um einen einfachen und direkten Austausch von Informationen über vertraute und geläufige Dinge
         Bedeutung zusammenhängen (z. B. Informationen zur Person und zur Familie, Einkaufen, Arbeit,
         nähere Umgebung). Kann sich in einfachen, routinemäßigen Situationen verständigen, in denen es
         geht. Kann mit einfachen Mitteln die eigene Herkunft und Ausbildung, die direkte Umgebung und
         Dinge im Zusammenhang mit unmittelbaren Bedürfnissen beschreiben.
         B1 – Fortgeschrittene Sprachverwendung
         Kann die Hauptpunkte verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um
         vertraute Dinge aus Arbeit, Schule, Freizeit usw. geht. Kann die meisten Situationen bewältigen,
         denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. Kann sich einfach und zusammenhängend über
         vertraute Themen und persönliche Interessengebiete äußern. Kann über Erfahrungen und Ereig-
         nisse berichten, Träume, Hoffnungen und Ziele beschreiben und zu Plänen und Ansichten kurze
         Begründungen oder Erklärungen geben.
         B2 – Selbständige Sprachverwendung
         Kann die Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen verstehen; versteht
         im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen. Kann sich so spontan und fließend verständigen,
         dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten
         gut möglich ist. Kann sich zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert ausdrücken, einen
         Standpunkt zu einer aktuellen Frage erläutern und die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkei-
         ten angeben.
         C1 – Fachkundige Sprachkenntnisse
         Kann ein breites Spektrum anspruchsvoller, längerer Texte verstehen und auch implizite Bedeu-
         tungen erfassen. Kann sich spontan und fließend ausdrücken, ohne öfter deutlich erkennbar nach
         Worten suchen zu müssen. Kann die Sprache im gesellschaftlichen und beruflichen Leben oder in
         Ausbildung und Studium wirksam und flexibel gebrauchen. Kann sich klar, strukturiert und aus-
         führlich zu komplexen Sachverhalten äußern und dabei verschiedene Mittel zur Textverknüpfung
         angemessen verwenden.
         C2 – Annähernd muttersprachliche Kenntnisse
         Kann praktisch alles, was er/sie liest oder hört, mühelos verstehen. Kann Informationen aus
         verschiedenen schriftlichen und mündlichen Quellen zusammenfassen und dabei Begründungen
         und Erklärungen in einer zusammenhängenden Darstellung wiedergeben. Kann sich spontan, sehr
         flüssig und genau ausdrücken und auch bei komplexeren Sachverhalten feinere Bedeutungsnuan-
         cen deutlich machen.

        208            Info: Ulrike Berens 0271 404-3046 |  Boris Frettlöh 0271 404-3052
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